Zwickt’s im Bauch? Diese Mythen musst du dir ständig anhören

istock.com/tamagopocket

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1. „Wasser zum Essen trinken ist nicht gut.“

Falsch. Dahinter steckt die Befürchtung, dass dadurch die Magensäure verdünnt wird und die Verdauung nicht optimal arbeitet. Ob du vor, während oder nach der Mahlzeit trinkst, spielt aber eigentlich keine Rolle.


2. „Warmes Brot bläht den Bauch auf.“

Falsch. Genieße ruhig frisch gebackenes Brot. Die Annahme beruht darauf, dass der warme Hefeteig angeblich Grummeln im Bauch auslöst. Diese ist aber mittlerweile überholt.


3. „Milch trinken hilft gegen Sodbrennen.“

Das kommt darauf an. Bei eher leichten Beschwerden kann das Trinken von einem Glas Milch die in Richtung Speiseröhre aufsteigende Magensäure kurzfristig neutralisieren. Ähnlich wirken übrigens auch Mandeln oder Walnüsse, die man langsam breiig kaut und dann schluckt. Wer allerdings häufiger unter Sodbrennen leidet, sollte die Ursache vom Arzt abklären lassen.


4. „Gut gekaut ist Essen leichter verdaubar.“

Richtig. Wer jeden Bissen 10 bis 15 mal kaut, leistet gute Vorarbeit für den Verdauungsprozess: Magen und Darm können die Nahrung dann leichter verarbeiten.


5. „Schnaps fördert die Fettverdauung.“

Falsch. Hochprozentiges ist kein Verdauungshelfer. Im Gegenteil: Studien sprechen dafür, dass Alkohol die Magen-Darm-Tätigkeit sogar ausbremst.


6. „Bewegung regt den Darm an“

Stimmt. Körperliche Aktivität spielt bei der Verdauung eine große Rolle. Um den Darm in Schwung zu bringen, eignen sich Ausdauersportarten wie Joggen, Walken oder Radfahren. Bauchmuskelübungen wirken wie eine Massage für den Darm und fördern die Motorik. Tolle Übung: Auf den Rücken legen und mit den Beinen in der Luft Fahrrad fahren!


 

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BESSERWISSER-Tipp: Wann zum Arzt?

Wenn Beschwerden wie Durchfall, Sodbrennen oder Verstopfung häufig abwechseln oder länger anhalten, solltest du dies vom Spezialisten abklären lassen.

 

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